Allgemeine Daten:
- Mehr als 2, 8 Milliarden Menschen, nahezu die Hälfte
der Weltbevölkerung leben mit weniger als einem
Gegenwert von 2 $ pro Tag. Mehr als 1,2 Milliarden
Menschen, also ungefähr 20 Prozent der Weltbevölkerung
leben mit weniger als 1 $ oder dessen Gegenwert pro
Tag.
- Die höchste Anzahl an armen Menschen hat Süd-Asien
(522 Millionen Menschen leben mit weniger als 1 $
pro Tag). In Schwarzafrika ist das Verhältnis
der armen Leute am höchsten, d.h. die Armut betrifft
46,3 Prozent der Menschen oder nahezu die Hälfte
der Bevölkerung der Region.
- Fast 1 Milliarde Menschen sind Analphabeten; mehr
als eine Milliarde Menschen haben keinen Zugriff zu
sauberem Wasser; ca. 840 Millionen Menschen hungern
oder stehen täglich vor der Ungewissheit ob sie
etwas zu essen haben werden; ca. 1/3 aller Kinder
unter 5 Jahren leiden an Unterernährung.
- 20 % der Menschen die in den Ländern mit den
weltweit höchsten Einkommen leben, haben Zugriff
zu 86 % des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Die
untersten 20 % in den ärmsten Ländern vereinen
ungefähr 1 %.
- Das Kapital der drei reichsten Männer der
Welt überschreitet die gemeinsamen Bruttoinlandsprodukte
der 48 ärmsten Länder der Welt.
Eine Strategie zur Bekämpfung
der Armut In Programmen, die zum Ziel haben,
das Problem der Armut in den Griff zu bekommen, wurden
spezielle Ziele erstellt und die Anforderungen wurden
darauf konzentriert diese festgelegten Ziele zu erreichen.
Durch diese Annäherung gab es einige Fortschritte
in der Reduzierung der Armut seit 1970, obwohl es sich
nicht in allen Teilen der Welt gleich ausgebreitet hat.
Der größte Rückgang der Armut fand in
Ostasien statt, besonders in China. In Entwicklungsländern
ist die Kindersterblichkeit um mehr als 40 % gesunken
und das Analphabetentum unter Erwachsenen hat sich um
50 % verringert. Ein neugeborenes Baby hat eine 10 Jahre
längere Lebenserwartung und die Schüleranzahl
in Grund-, Hauptschulen und höheren Schulen ist
um knapp 50 % angestiegen. Aber es haben sich ebenso
Umkehrungen während der letzen Jahre ergeben und
auch riesige Probleme sind noch vorhanden.
Nationale und internationale Ziele für die Verringerung
der Armut: In den 1990er Jahren wurden ständig
internationale Konferenzen über Themen rund um
die globale Entwicklung abgehalten; die Ausrottung der
Armut war zentrales Ziel.
Das Weltgipfeltreffen zur Sozialen Entwicklung im Jahre
1995 erweiterte den Zusammenhang von der Ausrottung
der Armut in dem es Faktoren enthält, wie z.B.
:
· Zugang zu Grunddiensten
· Produktive Beschäftigung
· Nachhaltiges Auskommen
· Gefühl für die Sicherheit der Menschen
· Reduzierung von Ungleichheiten
· Eliminierung von Diskriminierung
· Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft.
Auf dem Gipfeltreffen gelobten 117 Nationen, dass ihre
Länder Schritte ergreifen würden um die Armut
auszurotten. Dem Gipfeltreffen folgend wurde von den
Ländern erwartet dass nationale Ziele und Taktiken
um die Armut auszurotten festgelegt wurden. Nach dem
Bericht über Armut der UNDP 2000 haben seit dem
Jahre 2000 97 Länder (69%) detaillierte, unabhängige
Pläne zur Bekämpfung der Armut entwickelt
und 40 % haben die Armut in die nationale Planung miteinbezogen.
In der Konferenz im Juni 2000 in Genua wurde herausgefunden,
dass die Globalisierung seit dem Gipfeltreffen neue
Herausforderungen zur Erfüllung der eingegangenen
Verpflichtungen und der Realisierung der Ziele des Gipfeltreffens
präsentiert. Die wachsende Abhängigkeit der
Nationen untereinander verursacht dass wirtschaftliche
Erschütterungen über nationale Grenzen getragen
werden, sowie eine steigende Ungleichheit, zunehmende
Schwachpunkte in aktuellen internationalen und nationalen
institutionellen Vereinbarungen und wirtschaftlichen
und sozialen Taktiken. Dies erfordert die Bekräftigung
der Wichtigkeit diese institutionellen Vereinbarungen
und wirtschaftlich, sozialen Taktiken durch angemessene
Reformen hindurch zu stärken.
Es scheint dass durch die langsam wachsende Weltwirtschaft
und die um eine Belebung des Wirtschaftswachstum kämpfenden
Länder, gibt es keine Aussicht auf die baldige
Erreichung der Ziele bezüglich der Armutsbekämpfung.
Ziele für das neue Jahrtausend: In dem Millenniums
Bericht führt Kofi Annan, der Generalsekretär,
die Wahrung der Freiheit von Mangel als die höchste
Priorität angesichts der heutigen Menschheit, an.
Er sagt: „Wir dürfen keine Mühen scheuen
unseren Mitmenschen von der elenden und entmenschlichenden
Armut zu befreien.“ In dem Bericht legte er die
folgenden sieben Ziele fest und setzte einen speziellen
Zeitplan für deren Ausführung vor.
- Bis 2015, Halbierung des Anteils an Menschen, die
mit weniger als einem Dollar am Tag leben;
- Bis 2015, Halbierung des Anteils an Menschen, die
an Hunger leiden;
- Bis 2015, Halbierung der Quote der Menschen die
kein sauberes Drinkwasser bekommen;
- Bis 2015, Bereitstellung einer Primärausbildung
für alle Mädchen und Jungen auf gleicher
Basis
- Bis 2015, eine Unterbrechung oder sogar eine Rückgang
der Ausbreitung von HIV/AIDS und der Malaria-Plage.
- Bis 2015, Reduzierung der mütterlichen Sterbewahrscheinlichkeit
um ¾ und der Kindersterblichkeit um 2/3.
- Bis 2020, Verbesserung des Lebens von mindestens
100 Millionen Slum-Bewohnern.
Aber wie erreicht man solche Ziele? Der Generalsekretär
schlägt sehr spezielle Handlungen vor, die wohlhabende
Regierungen unternehmen sollen:
- Waren, die in ärmeren Ländern produziert
werden, freien Zugang zu ihren Märkten gestatten
;
- diese Länder entschulden;
- Entwicklungshilfe freizügiger bewilligen;
und
- mit medizinischen Firmen arbeiten um eine effektive
und erschwingliche Impfung gegen HIV zu entwickeln;
Vorgeschlagene Aktivitäten für Studenten
- Erforsche die Gegebenheiten der Armut in deiner
Stadt. Wer sind die Armen? Wie sind sie so arm geworden?
Wo hast du Informationen über Armut gefunden?
Finde heraus was staatliche und nicht-staatliche Organisationen
gegen die Armut in deiner Stadt machen.
- Untersuche wie über Armut in den Nachrichten
berichtet wird. Suche einen Artikel über Armut
oder über arme Menschen in der lokalen Zeitung.
Was sind deine Erkenntnisse zur Armut basierend auf
diesem Artikel.
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