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Wikipedia.org - Definition

Menschenrechte sind unentziehbare Rechte gegenüber der öffentlichen Gewalt (Staat), die im Zuge von Humanismus und Aufklärung anfangs naturrechtlich, später wissenschaftlich-rational (vernunftrechtlich) begründet wurden.

Sie stehen jedem Menschen zu, allein aufgrund der Tatsache, dass er Mensch ist (Universalität der Menschenrechte). Durch die Formulierung von Grundrechten in Verfassungen und internationalen Abkommen wird versucht, die Menschenrechte als einklagbare Rechte zu gestalten. Die Menschenrechte werden noch immer durch viele Staaten verletzt.


http://de.wikipedia.org/
wiki/Menschenrechte



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Einhaltung der Menschrechte

 

Allgemeine Daten:

  • Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde im Jahre 1948 einstimmig angenommen und in über 300 nationale und lokale Sprachen übersetzt, es ist das bekannteste und meist zitierte Menschenrechtsdokument weltweit.
  • Mehr als 80 internationale Menschenrechtsinstrumente wurden seit damals entwickelt.
  • Das Büro des Oberkommissars für Menschenrechte, der UN Beamte mit der Hauptverantwortung für Menschenrechtsaktivitäten, erhält Mitteilungen von über 200.000 Verstößen im Jahr.
  • Im Jahre 1998 wurde eine vom internationalen Strafgericht kreierte Satzung angenommen. Über 100 Mitgliedstaaten unterzeichneten sie im April 2000.
  • Das Büro des Oberkommissars für Menschenrechte hat eine FAX-Hotline eingerichtet. Hier können Beschwerden über Menschenrechtsverletzungen gemeldet werden. Die Fax Nummer in Genf ist: 41-22-917-9018.


Menschenrechte und Sicherheit

In den 1990ern erlebte die Welt einige der schlimmsten Verletzungen der Menschenrechte. In einem Land nach dem anderen wurden unschuldige Bürger Ziel des so noch nie da gewesenen Terrors, der oft von bewaffneten Gruppen angeführt wurde, die kaum Rücksicht auf menschliches Leben und menschliche Werte nahmen. In einigen Fällen waren die Regierungen nicht fähig ihre Bürger zu schützen. In anderen Fällen nahmen die Regierungen sogar am Angriff der Zivilisten teil, besonders bei ethischen Randgruppen. Von Angola und Sierra Leone bis Bosnien, Kosovo und Ost-Timor wurden Millionen Menschen umgebracht; mehr als 30 Millionen wurden vertrieben; zahllosen Männern, Frauen und Kindern wurden einige der grundlegenden Menschenrechte aberkannt.
Was muss bei der Konfrontation mit solch humanitären Krisen getan werden?
Der Generalsekretär Kofi Annan sagt dass die Vereinten Nationen – und die internationale Gemeinschaft – keine Situation akzeptieren können, in der Menschen brutal behandelt werden.
Er sagte: „ Vereinte Nationen die sich nicht für die Menschenrechte einsetzen sind Vereinte Nationen die nicht für sich selbst eintreten können. Wir wissen wo unsere Mission für Menschenrechte anfängt und endet: mit dem Individuum und seinen/ihren allbekannten und unabdingbaren Rechten – zu sprechen, zu handeln, sich zu entwickeln, zu lernen und zu leben nach deren eigenem Gewissen.“
Um die neuen humanitären Herausforderungen zu behandeln, wurden in einem Bericht an den Weltsicherheitsrat im September 1999 Vorschläge unterbreitet. Der Generalsekretär gab besondere Empfehlungen ab, die die Mitgliedsstaaten in Betracht ziehen sollten. Diese waren folgende:

  • Ratifizierung und Durchführung von internationalen Instrumenten
  • Rechenschaft für Kriegsverbrechen
  • Mindestalter bei der Rekrutierung durch das Militär
  • Intervention in Fällen von systematischer Verletzung von internationalen Gesetzen

Menschenrechte und Entwicklung

“Der Mensch ist das zentrale Subjekt des Entwicklungsprozesses und die Entwicklungspolitik sollte deshalb das menschliche Wesen zum Hauptteilnehmer und zum Hauptberechtigten der Entwicklung machen.“
„Die Armut begrenzt menschlichen Frieden und beraubt Personen um ihre Würde.“ Dieser Satz steht im „2000 Human Development Report“ der von dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) herausgegeben wurde. Diese Aussage betont nur wieder, was bereits klar in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (1948), der Erklärung auf ein Recht zur Entwicklung (1986) und der Wiener Erklärung, die 1993 in der Menschenrechts-Konferenz angenommen wurde, festgelegt wurde.
Schon jetzt, zur heutigen Zeit mit dem beispiellosen Wirtschaftswachstum leben mehr als eine Milliarde Menschen in erniedrigender Armut; fast 800 Millionen Menschen leiden an Unterernährung, 140 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule und 900 Millionen Menschen sind Analphabeten. Von der weltweit gesamten Arbeiterschaft von ungefähr 3 Milliarden Menschen sind 140 Millionen Arbeiter arbeitslos und ein Viertel bis zu einem Drittel der Menschen sind unterbeschäftigt.

  • Durch den Verlust ergibt sich Schmerz, Kraftlosigkeit, Hoffnungslosigkeit und das Fehlen eines inneren Friedens – alle von ihnen erhalten die Armut wiederum aufrecht.(Kofi Annan in seinem Millennium Report)
  • Die Folter eines einzelnen Individuums erhöht die Empörung. Dennoch der Tod von 3000 Kindern am Tag – hauptsächlich durch zu verhindernde Gründe – wird fast nicht wahrgenommen. Warum? Weil diese Kinder unsichtbar sind vor Armut.(Human Development Report, 2000, UNDP)
  • Die Verbindung zwischen Armut und dem Genuss der Menschenrechte ist sehr klar und stark: Die Armen werden fast alle ihre Menschenrechte aberkannt – das Recht auf angemessene Unterkunft, medizinische Grundversorgung, Bildung und Essen – ohne die normalen Zuschüsse der Bürgerschaft zu erwähnen – angemessene rechtliche Behandlung und Ansteuerung der Gerechtigkeit, Teilnahme bei Entscheidungen, die die Armen betreffen, Zugang zu Informationen und Technologie. (Mary Robinson, Menschenrechtshochkommissariat der Vereinten Nationen)
  • Die Antwort auf diese tägliche Verletzung der Menschenrechte ist das Erstellen einer auf Rechten basierenden Vorgehensweise zur Entwicklung. Es besteht, nach Worten von Mrs. Robinson, aus „ Einbindung des alteingeführten Rahmens von Normen, Standards und Prinzipien des internationalen Menschen-Rechts-Systems in die Pläne, die Taktiken und den Prozess der Reduzierung der Armut.“ Solch eine Vorgehensweise versucht die Gründe der Armut anzusprechen und schlägt Lösungen vor.

Die Sieben Grundfreiheiten

In einem wichtigen Beitrag zu der auf Rechten basierenden Vorgeshensweise zur Entwicklung, zählt der Human Development Report 2000, sieben Grundfreiheiten auf; alle Menschen haben das Recht sie zu genießen:

  • Diskirminierungsfreiheit – Frauen, Rassen und ethische Gruppen litten unter brutaler Diskriminierung. Obwoh die Kämpfe gegen tiefe Vorurteile viele positive Aspekte bezüglich der Freizügigkeit mit sich brache, ist der Krieg für die Milliarden von Menschen die noch unter der Diskriminierung leiden, noch nicht beendet.
  • Keine Knappheit – Es gibt genug Lebensmittel, aber die ungerechte Verteilung sorgt immer noch für Hunger und Unterernährung. Nationale und globale Wirtschaftssysteme müssen die Verpflichtungen anerkennen dies zu verändern.
  • Freiheit der persönlichen Entwicklung – Grundlegenden Änderungen geschehen in den Kommunikations- und Informationsindustrien blitzschnell. Die Möglichkeiten die sich für die persönliche Entwicklung durch die technologischen Veränderungen bieten sind groß. Aber auf der Welt besteht dennoch eine digitale Kluft. Die Information ist verschieden und muss zugänglich sein für die, die sie brauchen und haben wollen. Wir werden alle verarmen wenn den Armen die Möglichkeit aberkannt wird, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Und es liegt auch in unserer Kraft diese Möglichkeiten für alle auszudehnen.
  • Freiheit von Bedrohungen der persönlichen Sicherheit – Die Häufigkeit von Folter in der Geschichte bildet einen tragischen Indikator vom Bösen, dass in den Herzen der Menschen lauert. Die Eliminierung von Folter, und die nationale und internationale strafrechtliche Verfolgung sind zentrale Bestandteile in dem andauernden Kampf für die persönliche Sicherheit. Und wenn Vergewaltigung das Thema ist, müssen Institutionen und Werte die die Würde der Frauen bestreiten und Schutz verweigern, haftbar gemacht werden.
  • Teilnahmefreiheit – Der globale Zuwachs der Demokratie sind noch sehr neu. Tatkräftige Einbindung in bürgerliche Institutionen und noch nie da gewesener Zugang zu Information und Wissen wird die grundlegenden politischen Freiheiten fördern.
  • Keine Ungerechtigkeit – Um diese Freiheit zu versichern sind Institutionen gefordert, die Menschen durch transparente Regeln schützen, die auf alle gleich angewendet werden. Soziale Institutionen müssen auf Legitimität, Einwilligung und Rechtsgrundsätzen basieren.
  • Freiheit der produktiven Arbeit – Es wurde viel erreicht, was den Schutz von Kindern angeht und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Erwachsenen. Viele genießen diese Freiheit, aber Millionen Menschen schuften unter unmenschlichen Bedingungen während sich andere sozial ausgegrenzt fühlen durch den Arbeitsmangel. Die Würde erfordert die Verpflichtung die Verächteten einzuschließen und die beklemmenden Arbeitsbedingungen abzuschaffen.

Vorgeschlagene Aktivitäten für Schüler:

1.Menschenrechtsorganisationen benutzen die folgenden Kriterien um die Übereinstimmungen mit den Grundsätzen der Menschenrechte zu bewerten:

  • Keine Diskriminierung – Versicherung gleicher Behandlung für alle
  • Angemessener Fortschritt – bindende Ressourcen und Anstrengungen um Probleme zu lösen
  • Echte Teilnahme – Einbeziehung von Menschen in Entscheidungen die deren Wohlergehen beeinflussen
  • Effektive Lösungen – Entschädigung versichern wenn gegen Rechte verletzt wurden Wähle eine der Gepflogenheiten aus und überprüfe wie dieses Kriterium in den Berichten von Menschenrechts-Überwachungen eingebunden ist.

2. In vielen Ländern wurden Menschenrechtsverstöße entdeckt, daraufhin wurden Wahrheit- und Schlichtungskommissionen eingesetzt um die Verstöße zu dokumentieren. Wähle eines der folgenden Länder; erforsche und berichte über die Ergebnisse von diesen Kommissionen: Bolivien (1982), Argentinien (1983), Philippinen (1986), Chile (1990), Chad (1992), El Salvador (1992), Deutschland (1992,) Ruanda (1993), Guatemala (1994), Haiti (1994), Uganda (1994), South Afrika (1995), Nigeria (1999), Sierra Leone (1999)

3. Vergleiche das Duplikat der Verfassung deines Landes mit der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und anderen wichtigen Menschenrechtsdokumenten. Welche Ähnlichkeiten fallen dir auf? Welche Änderungen sollten vorgeschlagen werden

4. Organisiere einen Posterwettbewerb zum Thema Menschenrechte. Man kann einen Artikel oder ein Abkommen wählen wonach sich die Poster richten sollen. Es sollte versucht werden, den Verstöße, die Lösungen und die Durchführung von Verbesserungen auf den Postern zu zeigen. 5. Entwerfe für die Klasse eine Abbildung über Menschenrechtsthemen. Nütze die Webseiten von Menschenrechtsorganisationen. Entwickle eine Liste mit den schwersten Menschenrechtsverstößen und zeige die geographischen Gebiete, wo diese Verstöße geschehen und welche Gebiete dringend Aufmerksamkeit benötigen. Entscheide dich einige davon, um Verstöße von besonderem Bedenken vor den Klassenmitgliedern anzusprechen.









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